Staplerfahrer Klaus

Klaus Bersek. Diesen Namen hat vermutlich jeder Staplerfahrer schon einmal gehört. Gerüchte besagen, einige hätten sich sogar einen Schrein eingerichtet, um Klaus zu ehren und ihrem Idol zu huldigen. Schließlich ist die Hauptfigur aus dem Kurzfilm „Staplerfahrer Klaus – der erste Arbeitstag“ absolut Kult – auch wenn er nicht gerade als Vorbild taugt. Hier liefern wir dir Infos und spannende Hintergründe rund um Klaus, den Staplerfahrer.

Die Story

Der Kurzfilm, der im Jahr 2000 von Stefan Prehn und Jörg Wagner produziert wurde, ist laut eigener Webseite „eine längst fällige Würdigung des berufsgenossenschaftlichen Sicherheitslehrfilms“. Tatsächlich parodiert der Film die gängigen und oft sehr spießigen Sicherheitsvideos aus den 80er-Jahren, die in zahlreichen Betrieben neuen Mitarbeitern vorgespielt werden. Während in den Lehrfilmen Unfälle und Verletzungen nur angedeutet werden, drückt „Staplerfahrer Klaus“ hier das Gaspedal voll durch – abgetrennte Arme, Köpfe und zerschnittene Oberkörper inklusive!

Zu Beginn ein gutes Gefühl

Doch fangen wir im Video von vorne an. Die Kamera begleitet Klaus Bersek, frisch gebackenen Besitzer eines Staplerscheins, bei seinem ersten Arbeitstag im Lager. Egon Hoegen, vielen als Sprecher der NDR-Kurzfilmreihe „Der 7. Sinn“ bekannt, kommentiert die Szenerie aus dem Off und schafft mit seiner ruhigen und tiefen Stimme trügerische Sicherheit. So übersteht Klaus auch die erste kritische Situation, als ein Lagermitarbeiter dem anfahrenden Stapler gerade so ausweichen kann. Nochmal Glück gehabt! Von da an geht es mit Klaus und seiner Berufseinstellung stetig bergab.

Klaus und seine blutige Spur der Verwüstung

Trotz Hoegens Warnungen aus dem Off hebt er einen Mitarbeiter auf einer Palette in die Höhe – dass dieser dann in die Tiefe stürzt, versteht sich von selbst. Danach lässt er einen Kollegen seinen Stapler reparieren, der nach dem Rumtüfteln auch einwandfrei funktioniert. Blöd nur, dass der Kollege beim Anlassen des Staplers noch seine Hände im Getriebe hat – aus seinen abgetrennten Armstümpfen spritzt das Blut anschließend meterweit. Die Handlung schreitet immer blutiger voran, es werden Lagermitarbeiter mit den Zinken des Staplers aufgespießt, laufende Motorsägen trennen Arme ab und spalten ganze Oberkörper, zu guter Letzt wird Klaus auch noch geköpft – natürlich durch die laufende Motorsäge.

Alles nur Slapstick und Splatter? Weit gefehlt! Denn die gezeigten Unfälle passieren so oder so ähnlich tatsächlich täglich in Lagern auf der ganzen Welt. Natürlich sind die Missgeschicke im Film überspitzt und besonders fatal dargestellt. Zu lernen gibt es dennoch etwas: Klaus zeigt mit seiner sympathischen und liebenswerten Art, wie du es als Staplerfahrer eben nicht machen solltest und welche schlimmen Auswirkungen unachtsames Handeln auf dem Stapler nach sich ziehen kann. Pass also immer auf und sei dir deiner Verantwortung bewusst – dir und deinen Kollegen gegenüber!

Zahlreiche Erfolge für „Staplerfahrer Klaus“

Kurzfilm räumt internationale Preise ab

„Staplerfahrer Klaus“ wird nicht nur unter Staplerfahrern gefeiert – er überzeugte auch bei den renommierten Filmfestspielen von Cannes und weiteren internationalen Festivals die Kritiker und räumte zahlreiche Preise ab. Konstantin Graudus, der Darsteller von Klaus Bersek, verdiente durch die Dreharbeiten dennoch keinen Cent, wie er in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung im Januar 2016 verriet. Außerdem habe ihm sein Vater wegen der Rolle oftmals den Vogel gezeigt – bereut habe er seinen Auftritt als Klaus trotzdem nie!

Eine eigene Biersorte – mehr geht fast nicht

Logisch, dass nach den bahnbrechenden internationalen Erfolgen eine mehrsprachige DVD (englisch, französisch und spanisch) mit 120 Minuten Bonusmaterial nicht lange auf sich warten ließ. Später folgte dann die entsprechende Blu-Ray. Doch auch abseits des Filmgeschäfts sorgt „Staplerfahrer Klaus“ für Inspiration. Die Berliner Brauerei „Schoppe Bräu“ widmete ihm sogar ein eigenes Bier, das dank der enthaltenen Wacholderbeeren besonders würzig schmeckt. Aktuell wird die Biersorte leider nicht vertrieben, doch vielleicht ändert sich das bald – wir halten euch auf dem Laufenden!

Jetzt bist du dran: Like unsere Staplerfahrer.de-Seite bei Facebook, tritt dort unserer Gruppe bei und verrate uns, wo und wann du das erste Mal „Staplerfahrer Klaus“ gesehen hast – und vor allem, wie dir der Kultfilm gefällt. Falls du den Film tatsächlich noch nicht gesehen hast, kannst du diesen Fauxpas ausbügeln und ihn dir auf dem YouTube-Channel der KurzFilmAgentur Hamburg, welche den Film weltweit vertreibt, ansehen. Wir freuen uns auf deine Nachrichten!

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