Fotos @ StaplerCup/Klaus Voit und Daniel Peter

Wenn sich tausende begeisterte Zuschauer auf dem Schlossplatz in Aschaffenburg tummeln, musikalische Schwergewichte auf der Bühne die Stimmung anheizen, Spenden für den guten Zweck gesammelt werden und – natürlich die Hauptsache – die weltbesten Staplerfahrer gegeneinander antreten, kann das nur eines bedeuten: der StaplerCup ist wieder in der Stadt!

Vom 19. bis 21. September fand zum 15. Mal das Finale des Deutschen StaplerCups in Aschaffenburg statt – und rund 15.000 Besucher ließen sich an diesem Wochenende den Spaß nicht entgehen, den zahlreichen Titelkämpfen beizuwohnen. Bei bestem Wetter wurde um insgesamt fünf Titel gestapelt: Die Deutsche Meisterschaft der Männer und Frauen, die Firmen-Team-Meisterschaft sowie die Weltmeisterschaft im Einzel- und Teamwettbewerb.

Deutschland wird Team-Weltmeister beim StaplerCup 2019

Den Anfang am Freitag machten die Wettkämpfe um den Einzel- und Team-Weltmeistertitel. In zahlreichen Vorentscheiden setzten sich die 54 Fahrer aus 18 Nationen gegen die Konkurrenz durch und machten nun auf dem bestens besuchten Schlossplatz die Titelträger aus. Im Einzelwettbewerb setzte sich der Slowake Tomas Plasil vor dem Tschechen Radek Fiala und Tonny Koster aus den Niederlanden durch. Im Linde H20 stapelte er den Styroporturm am schnellsten und sicherte sich damit den WM-Titel, sehr zur Freude seiner mitgereisten Anhänger.

Im Team-Wettbewerb konnte das deutsche Team bei der erst zweiten Weltmeisterschaft im Staplerfahren überhaupt seinen Titel von 2014 verteidigen. Nach einer souveränen Qualifikation zur Finalrunde ließen Jörg Klößinger, Thomas Kirsten und Benjamin Danker den Konkurrenten aus China und Tschechien nicht den Hauch einer Chance: In Rekordzeit schichteten sie ihr Plattenmännchen aufeinander und ließen sich im Anschluss zurecht feiern.

StaplerCup 2019: Firmen-Meisterschaft geht an SMP aus Neustadt

Bei der 12. Auflage der Firmen-Meisterschaft, die seit 2008 ausgetragen wird, setzte sich die Firma SMP aus Neustadt a. d. Donau in einem nervenaufreibenden Finale gegen das Team von Volkswagen und die Männer des russischen Vertreters Petrovich durch. Der Firmen-Wettbewerb besticht durch seinen besonderen Modus: Jeweils drei Staplerfahrer werden von einem Logistiker supportet, der den Assen an der Gabel lautstarke Anweisungen gibt. Entscheidend für den Gewinn ist die Kombination aus organisatorischer sowie fahrerischer Performance.

Die Zuschauer, die sich am Samstag auf dem Schlossplatz versammelten, dürften ihr Kommen nicht bereut haben. Das Finale glich einer Achterbahnfahrt: Das Team von SMP um Benjamin Danker, der am Vortag bereits Team-Weltmeister wurde, legte los wie die Feuerwehr und schien den Sieg schon in der Tasche zu haben – dann allerdings stürzte der knapp fünf Meter hohe Styroporturm in sich zusammen. Volkswagen und Petrovich wähnten sich bereits auf der Siegerstraße, als auch deren Türme der Erdanziehung zum Opfer fielen. Angestachelt von diesem Ereignis mobilisierte das Team von SMP nochmal alle Kräfte und brachte die nötige Konzentration auf, um den Sieg letztendlich zu sichern. Neben Danker freuten sich auch Igor Schurr, Johan Gruber und Eugen Karsten über den dritten Titel in vier Jahren.

Zwei neue Deutsche Meister haben Grund zum Feiern

Am Sonntag stand dann das Highlight des StaplerCups 2019 auf dem Programm: die Deutsche Meisterschaft der Staplerfahrerinnen und die Deutsche Meisterschaft im Staplerfahren, bei der sowohl Männer als auch Frauen teilnehmen dürfen. Im Linde E30 traten bei der Deutschen Meisterschaft der Staplerfahrerinnen 12 Finalistinnen an, während sich 62 Teilnehmer und eine Teilnehmerin bei der Deutschen Meisterschaft im Staplerfahren gegenüberstanden.

Bei den Staplerfahrerinnen setzte sich Melanie Holl bei ihrer dritten Teilnahme an der Meisterschaft durch, nachdem bereits der erstmalige Einzug ins Finale für sie ein voller Erfolg war. Mit ihrer ruhigen und auf Sicherheit bedachten Herangehensweise lag sie goldrichtig, da die Türme ihrer Konkurrentinnen Anna-Lena Wisser (2. Platz) und Daniela Eilers (3. Rang) vorzeitig umfielen. So konnte sich die Felsbergerin über ihre erste Deutsche Meisterschaft freuen.

Auch bei der Deutschen Meisterschaft im Staplerfahren konnte ein Premierensieg gefeiert werden – der 51-jährige Erwin Brummer aus Rohrbach stand bei seiner siebten Teilnahme das erste Mal im Finale und erstapelte sich direkt den Meistertitel. Der sympathische Bayer freute sich anschließend wie ein Honigkuchenpferd – und das zurecht, bewies er im Finale doch eine ruhige Hand, ohne sich von der zu Beginn in Führung liegenden Konkurrenz unter Druck setzen zu lassen. Maximilian Üblacker, Deutscher Meister aus 2006, landete auf dem zweiten Platz, während sich Sebastian Schenkelberg (Drittplatzierter von 2017) über den dritten Platz freuen durfte.

19.000 Euro Spenden für „Staplerfahrer hilft e.V.“

Neben den spannenden Wettkämpfen bot der StaplerCup auch in diesem Jahr wieder ein kunterbuntes Rahmenprogramm für Groß und Klein. Beim PromiCup traten Skisprung-Legende Sven Hannawald, TV-Moderator Jan Köppen und der Freistilringer Alexander Leipold gegen das Team um StaplerCup Schirmherrin Judith Gerlach an – gemeinsam erstapelten sie eine Summe von 4.500 Euro, die dank Spenden und einer Charity Tombola auf 19.000 Euro anwuchs. Dieses Geld kommt der wohltätigen Stiftung „StaplerCup hilft e.V.“ zugute, die damit die regionale soziale Kinder-, Jugend- und Altenhilfe unterstützt.

Abgerundet wurde das Spektakel in Aschaffenburg vom Auftritt des ESC-Teilnehmers Michael Schulte, der zum Abschluss des Wochenendes am Sonntagabend bei der Night of Champions seinen aktuellen Hit „Back to the Start“ zum Besten gab und damit das Motto für alle unterlegenen Finalisten ausrief: Alles zurück auf Anfang – beim nächsten StaplerCup 2020 werden die Karten neu gemischt!

Rauf auf den Stapler!

Interessante Stellenangebote als Staplerfahrer warten auf Dich.

Wie hat euch unser Beitrag gefallen? Wir freuen uns über Feedback!

Menü